Die Mitgliederversammlung der LAG Altmark Mitte e.V. am 13. April 2026 brachte wichtige Weichenstellungen für die zukünftige LEADER-Arbeit in der Region. Die Mitglieder beschlossen Anpassungen der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES). Dazu gehören konkretisierte Mindest‑ und Qualitätskriterien für die Projektauswahl, insbesondere im Bereich Kosten‑ und Finanzierungsplanung. Neu aufgenommen wurde außerdem eine Definition des Begriffs „Altlasten“, um die Bewertung von Projekten weiter zu präzisieren.
Auch die Förderquoten und Förderhöchstsummen wurden überarbeitet. Für Projekte im ländlichen Wegebau gilt künftig eine Obergrenze von 200.000 Euro pro Kommune. Für kommunale Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzmaßnahmen öffentlicher Träger wurde eine eigene Förderhöchstsumme eingeführt. Kirchliche Träger können künftig pro Fonds maximal 50.000 Euro beantragen; zudem wird je Einheits‑ oder Verbandsgemeinde nur ein kirchliches Projekt gefördert.
Beschluss zum 4. Projektaufruf
Auf Grundlage der aktualisierten LES wurde außerdem der nächste Projektaufruf beschlossen: Der 4. Förderaufruf startet am 04. Juni 2026 und endet am 02. Juli 2026. In diesem Zeitraum können Projektskizzen eingereicht werden, um die verbleibenden Fördermittel zu vergeben. Ergänzend wurden Anpassungen an der Projektskizze, organisatorische Regelungen zur Vorbereitung des Aufrufs sowie die Wahl neuer Beiratsmitglieder beschlossen.
Ergebnisse des Bilanzworkshops
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand ein Bilanzworkshop unter Leitung des LAG-Managements statt. Dieser ist Teil der laufenden Zwischenevaluierung, die die Wirksamkeit der LEADER-Förderung überprüft und Impulse für Verbesserungen liefert.
Ein Schwerpunkt lag auf der Aktualisierung der SWOT-Analyse der LAG Altmark Mitte e.V. Die Teilnehmenden bewerteten die bestehende Analyse aus der LES neu und diskutierten, welche Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken weiterhin zutreffen und wo Entwicklungen der vergangenen Jahre berücksichtigt werden müssen. Besonders hervorgehoben wurden neue Stärken und Chancen, die sich in der Region herausgebildet haben.
Im anschließenden Weltcafé wurden an vier Thementischen – Strukturen & Verantwortlichkeiten, Budget & Förderung, Prozess & Zufriedenheit sowie Projekte & Wirkung – konkrete Maßnahmen erarbeitet. Viele Vorschläge zielten auf eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit sowie auf Anpassungen bei Beiratssitzungen und Mitgliederversammlungen.
Zum Abschluss wurden die gesammelten Maßnahmen mittels Dot-Voting priorisiert. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die weitere Umsetzung und fließen in die fortlaufende Weiterentwicklung der LES ein.



